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Backstage Kuss

 

~Cherry~

 

Wie jeden Abend in letzter Zeit stolperte ich nach Hause, da gerade ausgehen nicht mehr möglich war. Ich war wieder mit meiner besten Freundin Sun feiern gewesen und ich habe wieder jede Menge Alk gesoffen, aber dass musste ich, wenn ich nach hause wollte, anders waren meine Eltern nicht zu ertragen, die ewige Streiterei, sollten sie sich doch einfach scheiden lassen, so würden sie mir das Leben echt leichter machen. Aber nein! Sie stritten sich ohne Ende und ließen ihre Wut an mir aus. Und um das zu ertragen musste ich hackedicht nach Hause kommen.Kaum öffnete ich die Tür wurde ich auch schon von lautem Geschrei begrüßt. So leise ich konnte schloss ich die Tür und zog meine Schuhe aus, dann schlich ich Richtung Treppe um in mein Zimmer zu gelangen.Doch ich wurde von meinem Vater abgefangen. Wieso hatte ich den immer so ein Pech? Was hab ich bloß falsch gemacht?

"Wo warst du?", schrie mein Vater.

"Isch mit Sun weg.", versuchte ich mich zusammen zu reisen, denn wenn mein Vater merkt, dass ich betrunken bin gibts Ärger.

"Warum bist du noch so spät weg, du solltest um 20.00 Uhr hier sein und wir haben 24.00 Uhr." Na um nicht hier zu sein, dachte ich und drehte mich um. Ich wollte nur noch in mein Zimmer.

"Ich rede mit dir.", schrie er und dann spürte ich nur noch einen heftigen Ruck von hintn und ich fiel vorn über. Mit einem lautem knacken prallte meine Nase gegen eine der Stufen. Ich stöhnte laut und hielt mir die Hand vor die Nase.Dieses Arschloch.Der Schmerz war so groß, dass mir die Tränen in die Augen stiegen.Ohne mich noch mal um zu drehen rannte ich die Treppen hoch in mein Zimmer und schloss die Tür ab.Ich machte erstmal das Licht im Zimmer an, weil ich dunkeln nichts sehen konnte.Vorsichtig lief ich zum Spiegel und sah mich an. Blut lief aus meiner Nase und meine Tränen hinterließen schwarze Spuren auf meinen Wangen. Meine blonden Haare standen wild vom Kopf und nicht mal mein Stirnband mit der kleinen Kirsche drauf konnte sie bändigen.Meine grünen Augen sahen mich leer an. Sie waren vom ganzen weinen der letzten Tage ziemlich geschwollen. An meinen Ohren hingen rosa Kirschen und passend dazu hatte ich die spitzen meiner blonden Haare rosa gefärbt. Na ja eigentlich war es ja Sun die das gemacht hat, aber es war meine Idee.Ich konnte mich nicht länger im Spiegel betrachten und schmiss mich aufs Bett. Es dauerte eine Ewigkeit bis ich endlich einschlafen konnte, da meine Eltern sich unten immer noch laut Hals anschrieen. Es war unmöglich bei dem Lärm einzuschlafen. Langsam öffnete ich meine Augen es war überall dunkel und toten still.Ohne genau zu überlegen was ich tat stand ich auf ging zu meinem Schrank.Am Boden des Schrankes lag meine alte Reisetasche in die packte ich alles was ich finden konnte und schulterte sie, als sie voll war.Dann schlich ich durchs Haus runter zur Tür. Ich wollte mein Leben nicht so und nicht hier verbringen. So ein Leben mit 19? Nein, darauf hatte ich echt keine Lust. Ich zog meine Jacke und meine Schuhe an und schloss die Tür.In Gedanken verabschiedete ich mich noch mal von allem und stieg in den Bus.

Weinend schlief ich ein.

 

 

~Sun~

 

Nicht lange habe ich geschlafen, denn mitten in der Nacht klingelte es an meiner Tür und ich fuhr hoch. Wer konnte das denn jetzt um die Uhrzeit sein? Ich warf eine blick auf meinen Wecker. Halb drei. Eigentlich würde ich jetzt liegen bleiben aber irgendwas sagte mir das ich doch die Tür aufmachen sollte. Verschlafen und noch ziemlich angetrunken tastete ich meine Wand nach dem Lichtschalter ab. Wackelig schritt ich zur Tür und öffnete sie als ich eine Tränenüberflutete Cherry vor mir erblickte.

„Cherry was ist los? Was machst du hier?", fing ich gleich an zu fragen. Im selben Augenblick sah ich ihre Reisetasche auf dem Bode neben ihr. Doch Cherry sagt nichts und schaute mich weiterhin mit ihren großen verheulten Augen an. Weiter wollte ich sie auch nichts fragen und nah sie in den Arm.

„Alles wird gut", versuchte ich sie zu beruhigen. Doch das brachte nicht viel. Sie wurde immer lauter und murmelte irgendwelche unverständliche Wörter vor sich hin. So laut das sogar mein Mitbewohner Mikel wach wurde und jetzt auch vor der Tür stand.

„Was macht ihr zwei denn da?", wunderte er sich. Ich warf ihm nur einen Hilfesuchenden Blick zu und merkte wie er ihre Tasche rein brachte und meinte dass wir uns doch erst mal in die Küche setzen sollen.

„Ist das okay für dich?", wollte ich mich vergewissern. Nur ein ja gab sie von sich. Ich drücke sie noch mal fest und führte sie in die Küche wo Mikel bereits einen Pfefferminztee gekocht hat.

„Na möchtest du uns jetzt vielleicht sagen was passiert ist?", wollte ich weiterhin von ihr wissen. Doch als sei aufblickte erschrak ich.

„Was ist mit deiner Nase passiert?", durchlöcherte ich sie weiter.

„Ich kann nicht mehr Sun. Wieso können sie sich nicht endlich scheiden lassen und mir einen Gefallen tun? Wieso müssen sie mich so quälen. Wieso?", und nahm etwas von ihrem Tee. Jetzt hatte ich begriffen. Ihre Eltern, wie können sie nur so etwas machen? Ich sah Cherry an, wie sie verletzt und mutlos dasaß.

„Komm, wir haben ja noch ein Zimmer frei. Das darfst du solange wie du möchtest bewohnen.", sagte ich und blickte zu Mikel der das alles noch nicht richtig mitbekommen hatte und nur nickend da stand.

„Wirklich? Und es würde euch nichts ausmachen?", wunderte sie sich.

„Nein das steht doch eh nur leer rum. Warte hier ich bezieh das Bett und schon is alles fertig." Sie warf mir ein lächeln zu, ich stand auf und holte die frische Bettwäsche aus meinem Zimmer. Mikel hatte in der Zeit schon ihre Tasche ins Zimmer gebracht und fragte mich anschließend was passiert ist. Ich wusste nicht ob es Cherry recht war wenn ich es ihm erzählen würde und meinte dann nur das ich es selbst nicht genau wüsste aber wir sie morgen wenn’s ihr besser geht fragen können. In der Küche saß immer noch Cherry und blickte mit ihren leeren Augen aus dem Fenster.

„Hey, es ist alles fertig, wenn du willst kannst du dich jetzt schlafen legen", unterbrach ich ihre Einsamkeit.

„Dankeschön", sagte sie und umarmte mich noch einmal und machte sie in Richtung Zimmer auf. Ich konnte mir immer noch nicht ganz vorstellen was passiert sein musste das sie so aufgelöst vor meiner Haustür stand. War es wirklich was ich dachte? Hatten ihre Eltern sie so zu gerichtet? Weiter wolle ich gar nicht denken und machte mich auch auf in mein Zimmer. Wo ich nicht lange brauchte um einzuschlafen.

 

~Cherry~

 

Ich lag schon die ganze Naht wach in meinem neuen Bett und starrte die Decke an.Ich konnte einfach nicht einschlafen die ganze Zeit spuckten mir meine Eltern durch den Kopf.Ob sie noch schliefen? Ob sie wussten dass ich weg war? Der Blick auf meine Uhr verriet mir, dass wir 17.45 Uhr hatten. Mann hatte ich lange geschlafen, sonst war ich doch ein Frühaufsteher. Und jetzt so lange schlafen? Ich richtete mich auf und entdeckte meine kleine Tasche ich ging zu ihr und holte eine Jeans und ein schwarzes Top raus und zog mich um.Wie auf fast jedem meiner Kleiderstücke, hatte ich eine große Kirsche auf meinem Top.Ich wusste selbst nicht warum ich Kirschen so liebte, aber sie brachten mich jedes Mal von neuem zum lächeln.Fertig angezogen ging ich aus dem Zimmer.

"Sun?", rief ich leise.

"In der Küche.", antwortete ihre Stimme glücklich.Ich tapste in die Küche und sah sie an der Spüle.

"Wir ham gerade gegessen, wir wussten ja nicht wann du aufstehst. Ich war heut im Supermarkt und hab dir Kirschen gekauft.", sagte sie und drehte sich grinsend zu mir um.

"Wo?", fragte ich aufgeregt. Wie gesagt, ich liebe Kirschen.

"Im Kühlschrank."

Ich ging schnell zum Kühlschrank und holte das Glas mit Kirschen raus und setzte mich an den Küchentisch.Ich öffnete das Glas und nahm mir eine Kirsche raus und steckte sie mir in den Mund.Ich nahm das Glas in die Hand und las die Etikette.

"Entkernte süße Kirschen", las ich laut vor.

"Ja toll hast du das gemacht, ganz ohne dich zu verlesen.", neckte sie mich und strich mir über den Kopf.

"Ja, ja so was kannst du nicht.", sagte ich und steckte mir die nächste Kirsche in den Mund.

"Schön hast dus hier.", meinte ich, nachdem ich mich in der Küche mal genauer angesehen hatte. Sie war fast ganz in weiß und schön hell, die Möbel sahen alle neu und teuer aus. und Der Küchentisch war aus dunklem Holz und er war ein toller Kontrast zu all dem hellen hier.

"Danke, wir waren auch lange im Baumarkt um das auszusuchen.", grinste sie und sah sich auch noch mal selbst um.

"Wir?"

"Ja! Ich und Mikel."

"Ach der Typ von gestern? Ist der eigentlich dein Freund, wenn du mit ihm hier zusammen wohnst? Wenn ja, warum hast du mir nie erzählt, dass du nen Freund hast?", plapperte ich drauf los.Ohne etwas zu sagen fing Sun an zu lachen.

"Was ist den jetzt los?", fragte ich.

"Mein Freund!", lachte sie weiter.

"Ist er nicht dein Freund?"

Sie schüttelte den Kopf lachte aber weiter.

"Hey ich will auch mitlachen."

Sie schüttelte weiter lachend denn Kopf und ging aus der Küche.Beleidigt blieb ich zurück und aß weiter meine Kirschen.Als ich das halbe Glas leer gefuttert hatte, legte ich es wieder in den Kühlschrank zurück. Und ging zurück in mein Zimmer. Ich würde sicher länger hier bleiben, also konnte ich auch gleich mein Zeugs auspacken und der große Schrank der in meinem Zimmer in der Ecke stand, motivierte mich noch mehr dazu

 

 

~Sun~

 

Ich hoffe Cherry geht’s jetzt wieder einigermaßen gut. Heute früh wollte ich sie ja nicht unbedingt fragen was gestern passiert ist, wenn sie so weit ist würde sies mir erzählen. Ja aber man kann ihr so leicht eine Freude mit Kirschen machen. Als ich Cherry in der Küche laufen hörte kam ich ganz unauffällig rein. „Na hat’s dir geschmeckt?", hörte ich mich auch schon fragen. „Java. Du weiß womit du mich glücklich machen kannst.", sagte sie und warf mir ein lächeln zu. „Das freut mich." „Ja ich weiß gar nicht wie ich mich bei dir bedanken könnte." „Ist schon okay. Für meine beste Freundin tu ich doch alles.", antwortete ich, aber sollte ich sie vielleicht auf gestern Nacht ansprechen? Ich weiß ja nicht ob sie’s schon mitbekommen hat wie blau ihre Nase geworden ist. Nein! Das tu ich lieber nicht. „Kann ich dir noch mit irgendwas helfen?", riss mich Cherry aus meinen Gedanke. „Ne danke. Ich glaub ich bin schon mit allem fertig."„Wirklich? Ich möchte euch nicht zur lasst fallen, wenn ich schon mal en Zimmer bekomm." „Nein wirklich nicht. Ich sag dir wenn du das Klo putzen darfst", und zwickte ihr beim rausgehen in die Seite. „Ey", hörte ich nur noch von ihr als sie vor mich rannte und anfing mir ebenfalls in die Seite zu zwicken.

Nicht lange und schon standen wir im Wohnzimmer mit Kissen in der Hand. „Haha du triffst eh nicht", lache ich ihr zu. „Na wollen wir mal sehn.", und schon hatte ich ein Kissen ein meinem Gesicht. „Ha was hab ich gesagt?", lachte sie mich weiterhin aus. „Boah duuuuuu...". und schon rannte ich ihr hinterher in ihr Zimmer „Ich krieg dich noch." „Nananana fang mich doch"Bumm und schon hatte ich Cherrys Gesicht getroffen. Lachen lies ich mich aufs Bett fallen.„Aua", stöhnte sie auf einmal auf „Meine Nase." Ach du scheiße, daran hatte ich jetzt wirklich nicht gedacht. „Oh fuck. Tut‘s weh? Blutest?", fragte ich sofort Nacht. Dumme Frage sonst würde sie ja nicht „Aua" sagen. „Nein. Es schmerz nur ziemlich.", antwortete sie gequält. „Komm zeig mal her." „Nein es geht doch schon wieder.", setzte sie ein lächeln auf. „Cherry", mahnte ich sie. Sollte ich sie jetzt vielleicht fragen? Oder ist es immer noch zu früh? Ganz langsam nahm sie ihre Hand von der Nase und drehte sich zu mir. „Schlimm?", fragte sie mich. „Nein. Aber du blutest doch, warte ich hol dir was.", und verschwand im Bad. Während ich im Badezimmer stand und das Handtuch nass macht hörte ich wie Cherrys Handy klingelte. Gerade als ich fertig war hielt mich noch etwas zurück und ich hörte ihr beim telefonieren zu. Wer könnte das sein? „Nein. Das könnt ihr vergessen ich werde nirgendwohin gehen.", und schon hat sie aufgelegt.

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